Anne-Frank-Tag 2026 am GGM

Stolpern – Erinnern – Verstehen: Ein Projekt gegen das Vergessen

Zwei Tage lang stand der Stundenplan unserer 7. Klassen ganz im Zeichen des Gedenkens und der Verantwortung. Die AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ hatte zu einem intensiven Workshop eingeladen, der die Jugendlichen auf eine bewegende Reise in die Vergangenheit mitnahm. Unter dem Leitgedanken „Stolpern – Erinnern – Verstehen“ setzten sich die Siebtklässler mit den dunkelsten Kapiteln unserer Geschichte auseinander – direkt vor unserer Haustür.

Vom Einzelschicksal zur lokalen Geschichte

Der Workshop startete mit dem Blick auf ein weltbekanntes Schicksal: Das Leben und das Tagebuch der Anne Frank. Von dieser persönlichen Ebene aus schlug die AG gekonnt die Brücke zur eigenen Heimatstadt Moers. Wer waren die Menschen, die während des Nazi-Regimes aus unserer Nachbarschaft verschleppt und ermordet wurden? Die Schülerinnen und Schüler recherchierten intensiv zu den Lebenswegen jüdischer Bürgerinnen und Bürger sowie anderer verfolgter Gruppen aus Moers. Geschichte wurde so plötzlich greifbar und nah.

Spurensuche in den Straßen von Moers

Der zweite Teil des Projekts führte die Klassen nach draußen. Bei einem Stadtrundgang steuerten die Gruppen gezielt die Stolpersteine an, die an vielen Stellen im Moerser Stadtbild verankert sind. Vor Ort reinigten die Jugendlichen die Messingtafeln und hielten inne, um den Opfern ein Gesicht und ihre Würde zurückzugeben. Auch der Ort der ehemaligen Synagoge in Moers gehörte zu diesem Rundgang. 

Ein starkes Zeichen für die Gegenwart

Am Ende der Projekttage stand eine wichtige Erkenntnis: Das Erinnern an das Gestern ist der beste Schutz für das Morgen. Dank des großartigen Einsatzes der Courage-AG haben unsere siebten Klassen gezeigt, dass „Schule ohne Rassismus“ am GGM kein bloßes Label ist, sondern aktiv gelebt wird. Ein ganz besonderer Dank gilt hierbei Frau Jenner, die diese Thematisierung des so wichtigen Inhaltes organisiert und begleitet hat. Es ist keine Selbstverständlichkeit, solche Projekte auf die Beine zu stellen, und wir sind sehr dankbar, dass sie unseren Schülerinnen und Schülern diese wertvollen Erfahrungen ermöglicht. Das GGM bedankt sich natürlich auch ganz herzlich bei allen Mitgliedern der AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.