Am Donnerstag, dem 9. Juli 2026, besuchte die Jahrgangsstufe Q1 unter der Leitung von Frau Jenner und Herrn Dockhorn die Nationale Gedenkstätte Kamp Vught in den Niederlanden. Die Fahrt und diesen unmittelbaren Zugang zur Geschichte für unsere Schülerinnen und Schüler verdanken wir einer großzügige Spende des Lions Club Moers. Vielen Dank, dass Sie unserer Q1 diese Erfahrungen und Einblicke ermöglicht haben!
Das im Jahr 1943 eröffnete Lager nimmt eine besondere Stellung ein, da es das einzige Konzentrationslager der SS außerhalb des damaligen Nazi-Deutschlands war. Während zweier intensiver Führungen erhielten die Schülerinnen und Schüler tiefe Einblicke in den Aufbau des weitläufigen, rund einen Kilometer langen Geländes sowie in das Schicksal der dort Inhaftierten. Insgesamt wurden hier über 31.000 Menschen aus mehr als 36 Nationalitäten unter grausamen Bedingungen gefangen gehalten, darunter politische Gefangene, Juden sowie Widerstandskämpfer.
Besonders eindringlich wurde die Geschichte der Insassen durch die Schilderung großer Tragödien vermittelt. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren vom sogenannten „Bunkerdrama“ im Januar 1944, bei dem 74 Frauen auf engstem Raum in eine Zelle gepresst wurden, was für zehn von ihnen tödlich endete. Ein weiterer erschütternder Moment war das Gedenken am Kinderdenkmal, das an die 1.269 jüdischen Kinder erinnert, die im Juni 1943 mit den sogenannten Kindertransporten in das Vernichtungslager Sobibor deportiert und dort ermordet wurden.
Wertvolle Begleitung und Nachbereitung
Dass eine solch intensive Fahrt reibungslos verläuft und von den Jugendlichen gut bewältigt werden kann, liegt vor allem an der engagierten Vorbereitung und (auch emotionale) Begleitung durch Frau Jenner und Herrn Dockhorn. Die beiden Lehrkräfte leiteten die Exkursion und schufen am folgenden Schultag auch den nötigen Raum für eine strukturierte Nachbereitung. Hier hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, ihre Eindrücke gemeinsam aufzuarbeiten und die historische Bedeutung des Gedenkortes für die heutige Zeit zu reflektieren. Für diesen starken Einsatz abseits des regulären Stundenplans sagen die gesamte Schulgemeinschaft und die Jahrgangsstufe: Ein ganz herzliches Dankeschön an Frau Jenner und Herrn Dockhorn!




