Wer sagt eigentlich, dass Physik nur aus trockenen Formeln an der Tafel besteht? Dass das absolute Gegenteil der Fall ist, erlebten wir – Paula Schmidt (EF), Anastasiia Tonkonoh (EF) und Amelie Neweling (5b) unter der Begleitung und Leitung von Frau Wübbenhorst – hautnah beim großen Finale des freestyle-physics Wettbewerb an der Universität Duisburg-Essen. Bewaffnet mit einer Menge guter Laune und einem ziemlich genialen Konstrukt aus Pappe machten wir uns auf den Weg, um die Uni-Welt aufzumischen.
Der frühe Vogel fährt Straßenbahn
Unser Abenteuer startete frühmorgens mit einer gemütlichen Reise in Bus und Straßenbahn in Richtung Duisburger Campus. Dort angekommen hieß es erst einmal: Einchecken und Beute sichern! Als Belohnung für die wochenlange Tüftlei gab es für uns direkt die heißbegehrten, grünen Event-T-Shirts, die uns sofort als offizielle Wettbewerbsteilnehmerinnen auszeichneten.
Bevor es für unser eigenes Projekt ernst wurde, schnupperten wir erst einmal echte Weltraum-Luft. Bei einem super spannenden Vortrag zum Thema “Wie lebt es sich auf dem Mars?” träumten wir uns Millionen Kilometer weit weg und lernten, wie Astronauten auf dem roten Planeten theoretisch überleben könnten.
Die große Papp-Katapult-Challenge
Dann schlug die Stunde der Wahrheit: Die Präsentation unseres Pappkatapults vor der Universitäts-Jury! Die Aufgabe, die wir uns ausgesucht hatten, klang auf dem Papier total verrückt: Baue ein Katapult, das einen Tischtennisball möglichst oft über ein Zielbrett befördert. Die Krux an der Sache? Es durften ausschließlich Papier, Wellpappe, Klebstoff und Schnur verwendet werden! Keine Sprungfedern, keine Gummibänder – absolut nichts, was elastisch ist. Als einziger Antrieb war ein schweres Fallgewicht von maximal 700 Gramm erlaubt.
Sobald die Uhr tickte, hieß es: Nerven bewahren! Ganze 60 Sekunden hatten wir Zeit, um den Ball immer und immer wieder abzufeuern. Es ging um pure Schnelligkeit, ein cleveres Nachladesystem und die perfekte Flugkurve. Unser Papp-Katapult gab alles und wir machten ordentlich Action in der Wurfarena!

Von Haifischen, Bienen und magischen Blättern
Nach dem Nervenkitzel beim Werfen wurde es im Nano-Lab magisch. Wir durften an ein echtes Raster-Elektronenmikroskop und tauchten ab in eine Welt, die dem bloßen Auge völlig verborgen bleibt. Wir untersuchten die rasiermesserscharfe Struktur von Haihaut, staunten über die Facetten von Bienen und erforschten den genialen Lotuseffekt.

Große Show und ein heimlicher Star
Zum Ausklang des Tages wurde bei einer Runde Tischtennis noch einmal ordentlich gelacht, bevor das absolute Highlight des Tages anstand: Die legendäre Physikshow! Es knallte, blitzte und rauchte an allen Ecken. Und unsere Schule stand plötzlich im Rampenlicht: Amelie aus der 5b wurde unter den Augen von allen Zuschauern des Wettbewerbs als Assistentin live auf die Bühne gebeten! Sie meisterte ihren Auftritt im Rampenlicht wie ein echter Profi.
Am Ende des Tages haben wir zwar keinen der Hauptpreise mit nach Hause genommen, aber dafür jede Menge fantastische Erinnerungen, neue Ideen und die Gewissheit, dass Physik einfach unendlich viel Spaß macht.
Eines steht für uns drei jedenfalls felsenfest: Nächstes Jahr sind wir definitiv wieder am Start – und dann greifen wir richtig an!
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